Nachhaltigkeit, Energiewende, Klimaschutz – alles Worte, die vor allem in den letzten Jahren immer öfter zu hören waren. Aus gutem Grund. Denn Umweltschutz ist das Thema unserer Zeit. Im Tauernhof gehört er allerdings schon seit dem Spatenstich zum Programm.

Wir schreiben das Jahr 1982 – Ambros Hettegger senior beginnt ein paar Jahre nach der Eröffnung des ursprünglichen Tauernhofs ein neues Bauprojekt – und damit beginnt auch die Geschichte von grüner Energie und Ökostrom im Großarltal, denn das Bauprojekt ist ein Wasserkraftwerk an der Großarler Ache. Damals waren solche Flusskraftwerke noch Ausnahmeprojekte und der Energie-Pionier wurde mehr als einmal ein bisserl schief angeschaut. Die Skeptiker wurden aber schnell eines Besseren belehrt, als das Kraftwerk begann, mit minimalen Eingriffen in die Natur Ökostrom zu produzieren. Genau genommen wurden aus Zweiflern sogar Nachahmer. Heute versorgen 13 Wasserkraftwerke das Tal mit selbstgemachter Elektrizität.

Ein Umbau mit Hirn und Herz

Vielleicht ist es also kein Wunder, dass sich Familie Hettegger auch beim großen Umbau 2020/21 viele Gedanken darüber gemacht hat, wie sie mit innovativen, lokalen Lösungen ihren Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz beitragen können. „Ich glaub, das hat uns wirklich schon der Opa in die Wiege gelegt,“ sagt Christian Hettegger, „für uns ist es ganz normal, sich erst einmal zu fragen, was wir selbst tun können, damit’s unserem Tal, unserer Region und unserem ganzen Planeten besser geht.“ In den Umbauplänen finden sich darum auch zwei ökologische Lieblingsprojekte des heutigen Hausherren: ein eigener Brunnen und eine Photovoltaik-Anlage.

Wasser marsch im Tauernhof

15 Meter in die Tiefe reicht der Schacht des neuen Brunnens und liefert über 23.000 Liter frisches Quellwasser pro Stunde. Mehr als genug, um die Schwimmbäder des Hotels, die Gießanlagen und Haustechnik mit dem wertvollen Nass zu versorgen. In letztere ist vielleicht die größte Menge an Hirnschmalz geflossen. „Das ist ein sehr ausgeklügeltes System: Einerseits leiten wir das kalte Quellwasser durchs Haus, wo es über Flächenkühlungen die Räume auch bei hohen Temperaturen angenehm kühl hält. Andererseits haben wir einen weiteren Kreislauf, indem Wasser die Abwärme unserer Kühlhäuser, -schränke und Getränkekühler aufnimmt – mit dem warmen Wasser heizen wir dann wiederum z.B. unsere Schwimmbecken. So nutzen wir die Kühle des Quellwassers und die Wärme, die sowieso entsteht.“ erklärt Christian.

Die Sonne auf dem Dach

Von der Tiefe der Erde reicht die Nachhaltigkeit im Tauernhof bis in luftige Höhen – denn auf einem Großteil der Dachflächen des Hotels hat mit dem Umbau eine Photovoltaik-Anlage Einzug gehalten. Volle 100 kWh Leistung aus Sonnenenergie bringt das gute Stück. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Anlage eines Einfamilienhauses erzeugt etwa 3 bis 5 kWh. Natürlich ist aber auch der Energieverbrauch eines Hotels wesentlich höher – dennoch deckt die neue Anlage etwa 10% des Stromverbrauchs im Haus. Nachdem die verbleibenden 90% aus lokal erzeugter Wasserkraft stammen, ist der Tauernhof dennoch durch und durch grün, was seine Elektrizitätsversorgung angeht. Für die Hetteggers sind all das allerdings immer noch nicht genug umweltfreundliche Lösungen.

Eigene Schafzucht des Tauernhofs am Kasbrandhof
Rauriser Kristallmarmor Pflastersteine
Regionale Baumaterialien mit kurzen Wegen: Rauriser Kristallmarmor
Ruheliegen im Wellnessbereich des Tauernhofs
Bei der Inneneinrichtung des Tauernhofs wurden viele Naturmaterialien wie Holz, Filz oder Stein verwendet
Teller mit angerichteter Speise aus der Schatzarei
Mit gutem Gewissen speisen: Das Lammfleisch bezieht das Restaurant Schatzarei im Tauernhof aus eigener Erzeugung.
Ein Elektroauto wird an einer Ladestation im Hotel Tauernhof geladen
In der Tiefgarage stehen den Gästen 10 Ladestationen für E-Autos zur Verfügung
Hühner im Stall auf Stroh
Glückliche Masthühner auf dem Bauernhof vom Tauernhof

Viel bringt viel – auch der Umwelt

Die Themen Energiewende und Nachhaltigkeit sind für die ganze Familie Hettegger echte Herzensthemen. Darum rasten sie sich nicht auf ihren Lorbeeren aus – und auch nicht auf den Maßnahmen, die sie bereits umgesetzt haben. Ihre Devise ist: Man kann nie genug tun – und jede Kleinigkeit zählt. Genau von denen passieren im Tauernhof täglich eine Menge. Welche genau? Hier ein paar Auszüge im Schnelldurchlauf:

 

  • Salzburg 2050 – mit diesem Großprojekt will das Land Salzburg komplett klimaneutral werden. Der Tauernhof macht mit.
  • Abfallwirtschaft – jedes Stück Müll brauchte Energie in der Erzeugung. Was gar nicht erst anfällt, hilft dabei, sie zu sparen.
  • Einkaufspolitik – regionale, saisonale Produkte schmecken nicht nur besser, sie sparen Transportwege und damit Emissionen. Darum kommt Fleisch im Tauernhof schon seit 15 Jahren von Bauern aus der Region.
  • Eigeninitiative – warum von weiter weg zukaufen, was man auch selbst machen kann? Am Bauernhof der Familie Hettegger werden z.B. auch diesen Sommer wieder 200 Masthühner für das Hotel gezüchtet.
  • Up to date bleiben – in der neuen Garage des Tauernhofs warten darum ab jetzt 10 Ladestationen für E-Autos auf Besucher.

Klar ist also: Viel passiert schon im Tauernhof. Viel wird noch passieren. Das klare Ziel ist eine Welt, die auch für die kommenden Generationen genauso lebenswert und schön ist, wie heute. Dafür tut Familie Hettegger alles – und Sie mit Ihrem Urlaub im Tauernhof eigentlich auch.

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